Generationen-Wohnen

Symbolbild für das freudvolle Zusammenleben aller Generationen

Historischer Kontext

Die geistige Geburt dieses Projekts fand statt, als Georg im April oder Mai 2015 Pastor Ewald Ring beten hörte um gute Lösungen für die älteren Mitglieder der Gemeinde. Da gab es eine kleine Schar von Gläubigen, die außerhalb der gemeinsamen Zeit am Sonntag -zuerst Gottesdienst, dann Kaffe und Kuchen oder gemeinsam Essen und Plaudern- außer dem TV-Gerät kaum soziale Ansprache hatten. Und wenn sie krank oder zu gebrechlich wurden, um außer Haus zu gehen, dann reduzierte sich das nochmal mehr auf sporadische Besuche, weil ja nicht alle unter einem Dach leben.

Die Vision

Neben und mit rüstigeren Menschen, auch Familien mit Kindern oder jungen Alleinstehenden alt zu werden, einen Teil des praktischen Lebens im Alltag zu teilen, das ist eine ganz andere Perspektive. So wie früher in der ländlichen Großfamilie können auch Menschen, die nicht mehr so fit sind, eine sinnvolle Nische füllen und alltäglich an Gemeinschaft teil haben, sofern sie das wollen. Das können -von Mensch zu Mensch natürlich ganz verschieden- die praktische Hilfe beim mittäglichen Karottenschneiden sein oder das Bewachen des Kleinkindes, Tätigkeiten die Geduld erfordern oder mit viel Routine leicht fallen, Spezialbereiche wo eben Expertise vorhanden ist, etc.

Gerade Kinder schätzen es üblicherweise sehr, vertrauenswürdige Erwachsene in ihrem Umfeld zu haben, die sich Zeit für sie nehmen. Doch nicht jedes Kind ist in der glücklichen Situation, zusätzlich zu den Eltern ständig oder auch nur oft seine Großeltern verfügbar zu haben. Und wenn gar nur ein Elternteil da ist, potenziert sich das Problem.

Auch Projektteams profitieren von der Diversität ihrer Mitglieder. Neben unterschiedlichen Talenten, Ausbildungen und Schwerpunkten kann eine Durchmischung der Lebensalter gerade in den heutigen VUCA Zeiten sehr nützlich sein.

Subsistenz

Die gemeinsame Subsistenz, die Selbstversorgung und Vorratswirtschaft, ist ein Bereich wo alle zwischen 9 und 99 neben einander und miteinander arbeiten können. Auch eine Altersbehinderung spielt da weniger Rolle – wenn die Hände noch mitspielen kann man auch im Rollstuhl noch mitten drin dabei sein beim Maisrebeln, beim Auslösen der Bohnen, beim Marmelade einkochen, bei Einrexen von Fisolensalat, Paradeismark oder wenn der Eier-Überschuss zu Eiernudeln verarbeitet wird. Auch im Gewächshaus oder bei der Gewinnung des eigenen Saatguts gibt es vielerlei Aufgaben, die Geduld, Genauigkeit oder Verlässlichkeit verlangen, aber weder Körperkraft noch Tempo erfordern.

Und wenn die Hände einmal nicht mehr mitspielen, kann man vielleicht noch den Jüngsten was vorlesen, wenn sie noch zu klein zum Mithelfen sind.

Und wenn wir in dieser Weise jahrelang mit unseren Nachbarn, die inzwischen zu Freunden geworden sind, zusammen gearbeitet haben, dann fällt es auch leichter ihnen mit einer pflegenden Hand zur Seite zu stehen, wenn das einmal nötig werden sollte.

Die Aufgabe

Was wir alle gemeinsam lernen und entwickeln werden müssen, ist uns den Freunden und Nachbarn zuzumuten, und um Hilfe zu bitten wenn wir sie brauchen. Ob das ein Kind ist, das jemanden braucht der bei den Hausaufgaben daneben sitzt, ein junger Elternteil, der mit Haushalt, Arbeit, Beziehung und Kind überfordert ist, eine Powerfrau die Unterstützung bei einem innovativen Projekt benötigt, oder ein Senior, der nicht mehr allein in die Strümpfe kommt. Bedürftigkeit liegt im Kern des Menschseins. Wir brauchen einander.

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Wohnprojekt LivingSENSE

im Zero Carbon Village "Lewari"
Gemeinlebarn, 3133 Traismauer

Post derzeit:
c/o Parlow
Storchengasse 24/4, 1150 Wien

+43 650 8899345
info@livingsense.org

Wenn Gott das Haus nicht baut, arbeiten die Bauleute vergeblich.

— Psalm 127:1

 

(In diesem Sinne schreiten wir voran, abwechselnd verzagt und vertrauensvoll, und sind dankbar für jedes Gebet und jeden freundlichen Gedanken.)

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